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Biologie der "Soft Skills"

Das Gehirn ist nicht nur Zentrale unserer geistigen Fähigkeiten, auch die Emotionen werden hier gesteuert. Das menschliche Gehirn besteht aus etwa einer Billion Nervenzellen mit einer Billiarde Verknüpfungspunkten.

Ohne die Leistungen von hervorragenden Wissenschaftlern in Frage stellen zu wollen, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt. Bei der Erforschung des Mikro- und Makrokosmos, also der Hirn- und Weltraumforschung, gibt es durchaus Parallelen. In beiden Wissenschaften wurde, in Anbetracht des riesigen potentiellen, noch verborgenen Wissens, bisher nur an der Oberfläche

"Entstehungsorte" der Soft Skills sind die emotionalen Zentren, die sich in unterschiedlichen Gehirnregionen befinden. Diese emotionalen Zentren bildeten sich im Laufe von Jahrmillionen aus dem Hirnstamm, dem ältesten und primitivsten Teil unseres Gehirns. Das limbische System, das das Stammhirn direkt umringt, ist für die Grundemotionen wie Freude, Wut, Angst und Trauer verantwortlich.

Wenn Sie das nächste Mal einen Wutanfall bekommen, rufen Sie sich am besten in Erinnerung, dass Sie dabei sind einem Urgefühl freien Lauf zu lassen. Je kürzer Sie die limbischen Wallungen von Zorn und Wut gestalten können, umso besser für Sie, denn zur kreativen Problemlösung trägt diese Reaktionsform in keiner Weise bei.

Im Gegenteil, je mehr man sich in solche starken Gefühle hineinsteigert, desto weniger ist man in der Lage eine Situation objektiv zu beurteilen. Wer "vernünftige" Entscheidungen treffen will, muss erst einmal Abstand gewinnen. Dazu ist man jedoch nicht in der Lage, solange man von den eigenen Gefühlen "gefangen" ist.

Erst durch die Bildung des Neokortex wurde der Homo Sapiens zum "Menschen". Hier befindet sich die Denkzentrale, hier werden auch die "feineren Gefühle" (Eltern-Kind-Liebe, Mitgefühl, Ehrlichkeit, etc.) gespeichert und verarbeitet.

Reptilien, zum Beispiel, haben keinen Neokortex. Bei ihnen gibt es keine Mutter-Kind-Bindung, im Gegenteil: Sind die Jungen erst einmal geschlüpft müssen sie sich in Acht nehmen um nicht von den eigenen Eltern gefressen zu werden.

 

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