Wenn ein oder mehrere Faktoren das Mobbing eines Schülers begünstigen,
kommt es sehr schnell zu Mobbinghandlungen. Ziel von Mobbingaktionen
ist die Ausgrenzung einzelner Mitschüler aus der Klassengemeinschaft.
Um das zu erreichen, werden psychische und/ oder körperliche Gewalt
In der Regel sind die psychischen Repressalien, auch Beziehungsaggression
genannt, von längerer Dauer, als die körperlichen. Hat sich ein
Mobbingopfer erst mal als solches "bewährt", bleibt es oft jahrelang,
für den Rest der Schulzeit, dieser Rolle verhaftet.
Die
für Mobbing an Schulen sind, ebenso wie später in der Berufswelt,
vielschichtig und komplex. Mobbinghandlungen werden grob in aktives und
passives Mobbing unterteilt. Studien belegen, dass Mädchen eher passiv
mobben, d.h. die Diskriminierungen von Mädchen finden fast ausschliesslich
auf psychologischer Ebene statt. Im Gegensatz dazu neigen Jungen mehr zu
körperlicher Gewalt, mobben eher aktiv.
Im überwiegenden Teil der Mobbingfälle sprechen die Kinder und
Jugendlichen weder mit Lehrern noch mit Eltern über das Problem. Die
Opfer haben
Angst als
Petze dazustehen und noch mehr Repressalien
ausgesetzt zu sein, die Täter haben Angst vor
Bestrafung.
Deutliche Warnzeichen sind, wenn Kinder nicht mehr alleine in
die Schule gehen wollen (der grösste Teil des körperlichen Mobbing
spielt sich auf dem Schulweg ab), wenn sie gar nicht mehr in die Schule
möchten, wenn sie häufig über Kopfschmerzen klagen, wenn
ihre Leistungen rapide nachlassen, etc. Immer mehr Kinder und Jugendliche,
egal ob Mobbingopfer oder -täter leiden unter psychosomatischen Krankheiten.