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Mobbing in der Schule: Lösungsansätze

Zum Abbau von Gewalt an Schulen gibt es mehrere Möglichkeiten /Modelle, die auch miteinander kombiniert werden können. Es ist an der Zeit Kindern und Jugendlichen bei der Entwicklung der emotionalen Intelligenz genauso behilflich zu sein wie bei der Vermittlung der "Hard Facts", des Schulwissens.

Soziales Lernen entwickelt sich zu einer der populärsten und auch wirkungsvollsten Präventivmaßnahmen gegen Mobbing und Bullying (Schikanierei) an Schulen. Mehr und mehr Beteiligte fordern, dass "soziales Lernen", fester Bestandteil des Lehrplans wird. Wichtigste Inhalte sind Kommunikationstraining, Konfliktbewältigung und das Verhalten in Gruppen.

Streitschlichter oder Mediatoren werden seit Anfang der neunziger Jahre für die Jugendarbeit ausgebildet. Sie werden hauptsächlich zur Konfliktbewältigung an Schulen eingesetzt. Derzeit laufen über 200 solcher Projekte in Deutschland. Ganz wichtig bei der Schlichtung ist, dass weder Opfer noch Täter sich nach einem Schlichtungsgespräch als "Verlierer" begreifen, stattdessen sollen sie lernen Konflikte auf bessere Weise selbst lösen zu können.

Nach einem gründlichen Training können Jugendliche die Rolle der Streitschlichter selbst übernehmen. In den USA und Grossbritannien wurden diesbezüglich schon einige positive Erfahrungen gesammelt. Seit den Achtziger Jahren wird dort die sogenannte "Peer-Mediation", bzw. "Peergroup-Education" betrieben.

Anti-Aggressivitäts-Training ist ein weiterer Lösungsansatz zur Bekämpfung von Gewalt an Schulen. Hier sollen Täter stärker mit ihren Opfern, und dem Unrecht, das sie ihnen zugefügt haben, konfrontiert werden. Diese Art von Training hat sich bereits im Strafvollzug bewährt und soll nun auch stärker an Schulen eingesetzt werden. Den Tätern soll einerseits durch verbale Provokationen die "Lust" an Gewalttaten genommen werden, andererseits soll ihr Mitgefühl für die Opfer geweckt werden.

Die Einführung von Mobbing-Telefonen für Schüler ist vor allem deshalb wichtig, weil der überwältigende Teil der Betroffenen keine Erwachsenen zu Rate ziehen möchte (Eltern, Lehrer, Schulpsychologen, etc.). Hier können sich Täter und Opfer objektiv und anonym beraten lassen. Bei schwerwiegenden Fällen werden weiterführende Kontakte vermittelt. Auch Eltern und Lehrer erfahren hier Unterstützung.

Seit dem 1. Oktober letzten Jahres stehen an den Unis Freiburg und München entsprechende Beratungsteams zur Verfügung. Weitere Informationen hierzu finden Sie bei www.kidsmobbing.de

 

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