Das
Wichtigste: Reagieren Sie nicht emotional
Wenn Ihre Forderung
auf taube Ohren stößt oder Ihr Chef Ihnen beteuert, daß
er Ihnen gerne mehr Geld geben würde, es aber aus welchen Gründen
auch immer nicht tun kann, dann reagieren Sie nicht beleidigt. Damit schaden
Sie nur sich selbst. Sie haben durch Ihre Forderung bereits deutlich gemacht,
daß Sie mehr Geld möchten. Es hilft wenig, das nun auch noch
durch emotionale Reaktionen zu verstärken. Je heftiger Sie reagieren,
desto mehr Widerstand provozieren Sie bei Ihrem Vorgesetzten. Viel entscheidender
ist es, bereits jetzt mit der Vorbereitung für das nächste Gehaltsgespräch
zu beginnen.
Fragen
Sie nach den Gründen für das "Nein", wenn Sie Ihnen nicht klar
sind
Sie sollten das
Gespräch nicht beenden, ohne zu verstehen, warum Ihnen Ihr Chef die
Gehaltserhöhung verweigert. Fragen Sie nach. Es ist Ihr gutes Recht
zu erfahren, warum Ihre Forderung abgewiesen wird. Nur so können Sie
erkennen, ob die Gründe für die Ablehnung in Ihrem Einflußbereich
liegen. Und nur so können Sie dann darauf hinarbeiten, Ihren Chef
in Zukunft zufriedenzustellen. Es kann natürlich auch Gründe
geben, auf die Sie wenig Einfluß haben, wie z.B. die schlechte Auftragslage
des Unternehmens.
Merken
Sie sich die Argumente Ihres Chefs oder Ihrer Chefin
Notieren Sie
sich im Geiste oder auf dem Papier die Argumente und auch die Wünsche
Ihrer Vorgesetzten. Fragen Sie auch hier notfalls nach, so daß Ihnen
ganz klar ist, woran eine Gehaltserhöhung koppelt ist und welche Erwartungen
Sie konkret erfüllen müßten. Bereiten Sie sich für
das nächste Gespräch auf diese Argumente vor und zeigen Sie Ihrem
Chef, daß Sie seinen Wünschen nachgekommen sind.
Vereinbaren
Sie einen erneuten Verhandlungstermin
Vereinbaren Sie
gleich einen neuen Verhandlungstermin. Der sollte aber nicht erst in einem
Jahr liegen. Lassen Sie sich nicht auf eine Hinhaltetaktik ein, sondern
bestehen Sie ruhig auf einem neuen Termin, z.B. in sechs Monaten von heute.
Vereinbaren
Sie nächste Schritte
Wenn Ihr Chef
als ein Argument erwähnt hat, daß Sie nicht die Leistungen gezeigt
haben, die er erwartet, sollten Sie möglichst gemeinsam ganz konkret
vereinbaren, was Sie tun oder erreichen müßten, damit Ihr Vorgesetzter
einer Gehaltserhöhung um einen bestimmten Betrag zustimmen kann. Zielvereinbarung
an das Gehalt zu koppeln, ist eine gute Möglichkeit, um einerseits
motiviert in die nächste Runde zu gehen und bietet andererseits Ihnen
eine gute argumentative Grundlage für das nächste Gespräch.
In der nächsten Verhandlungen können Sie nämlich genau da
ansetzen und haben etwas vorzuweisen.
Ein
Rat zum Ende: Drohen Sie nicht mit Kündigung, wenn Sie nicht auch
dazu bereit sind
Erpressen Sie
Ihren Chef nicht mit Kündigung oder "Dienst nach Vorschrift". Das
kann sich kein Chef bieten lassen, denn es könnte Schule machen. Wenn
er es akzeptiert, dann wahrscheinlich nur dieses eine Mal, während
er sich nach einem Ersatz für Sie umschaut.