Wie für die meisten "Internetberufe" ist auch Webdesigner
noch kein anerkannter Beruf. Es gibt zur Zeit in Deutschland weder eine
Lehre noch einen Studiengang, in dem man diesen Beruf erlernen könnte.
Die Ausbildung erfolgt zur Zeit noch ausschliesslich über sogenannte
Weiterbildungsmaßnahmen.
Eine Weiterbildung zum Webdesigner dauert in der Regel ein Jahr, inklusive
drei-bis viermonatigem Praktikum.
Webdesigner, auch Screendesigner, Multimediadesigner oder Referenten
für neue Medien genannt, sind für die Konzipierung, Gestaltung
und praktische Umsetzung von Internet-Auftritten verantwortlich.
Das setzt zum einen eine gewisse ästhetische Begabung voraus, zum
anderen aber auch technisches Verständnis, um die Ideen zielgruppengerecht
umsetzen zu können.
Die wichtigsten Punkte des Anforderungsprofil sind: HTML (DHTML,
SHTML, XML), CSS, Javascript, Flash, Java, CGI-Script, ASP, PHP, sowie
Bildbearbeitungs- und Grafikprogramme (Photoshop, Freehand). Sie sehen
schon anhand der Liste: wie bei allen internetspezifischen Berufen lernt
man auch als Webdesigner niemals aus. Programmiercodes, und Programme werden
kontinuierlich weiterentwickelt, ständig muss das vorhandene Wissen
aktualisiert werden. Was vor zwei Jahren noch brandneu war wird heute in
der Branche nur noch mild belächelt.
Sie werden kaum noch einen Webdesigner finden, der alle oben genannte
Aufgabenfelder beherrscht, der Spezialisierungsgrad in dieser Berufsgruppe
ist sehr hoch. Es gibt Webdesigner, die nur auf Flash spezialisiert sind,
andere beschäftigen sich "nur" mit XML oder webgerechter Bildbearbeitung.
Die meisten Unternehmen haben verstanden, dass Webdesigner nicht die eierlegenden
Wollmilchsäue sind, für die sie bis vor kurzem gehalten wurden.
Die Stellenangebote werden zunehmend spezifischer. Stellenangebote,
wie man sie noch letzten Herbst in Jobbörsen finden konnte: Wir suchen
Webdesigner, Online-Redakteur und Netzwerkadministrator (in einer Person!),
sind mehr und mehr lustige Raritäten geworden werden. Stellen Sie
sich vor ein Unternehmen sucht einen Laboranten, einen Personalsachbearbeiter,
der ausserdem noch im Investor Relations Team und der Forschungsabteilung
tätig istdas läuft auf dasselbe hinaus.
Besonders empfehlenswert für: Grafiker, Designer,
Layouter
und Werbefachleute. Der Anteil von Architekten und Innenarchitekten
unter den Webdesignern ist besonders hoch.
Potentielle Arbeitgeber: Multimedia- und Werbeagenturen, PR-Abteilungen
von Unternehmen, Verlage, Sendeanstalten, kurzum alle Unternehmen, die
in irgendeiner Form im Internet vertreten sind.
Weitere Informationen zu den Internet Berufsfeldern finden Sie auf der
Site des (Deutscher
Multimedia Verband).