Zur "Spezialsprache" der Zeugnisse gibt es einige grundlegende
1. Achten Sie auf aktive Formulierungen in Ihrem Zeugnis. Urteilen
Sie selbst anhand des folgenden Beispiels:
Durch die passive Formulierung entsteht der Eindruck, dass das Zeugnis
nur ausgestellt wurde, weil der ehemalige Arbeitgeber dazu verpflichtet
war. Zufrieden scheint er mit Herrn Maier nicht "gewesen zu sein".
Auch bei der Tätigkeitsbeschreibung sollten aktive Formulierungen
immer vorgezogen werden, also z.B.: "Frau Matthies bearbeitete Kundenanfragen..."
und nicht: "Frau Matthies hatte Kundenanfragen zu bearbeiten..." Durch
den Gebrauch des Aktivs wird deutlich, dass Frau Matthies selbstständig
arbeitete, während die Verwendung des Passivs vermuten lässt,
dass sie (immer wieder) dazu angehalten werden musste ihrer Arbeit nachzugehen.
Einige der Formulierungen, insbesondere bei den Umschreibungen der "guten
Noten" hören sich recht unnatürlich und übertrieben
an. In vielen Branchen und Bereichen sind Arbeitszeugnisse noch immer ganz
bestimmten Standards unterworfen, d.h. die Formulierungen sollten möglichst
genau übernommen werden, um Missverständnisse auszuräumen.
Bitte keine falsche Bescheidenheit, nur mit Superlativen gehören
Sie zu den Besten.
Bei einigen Formulierungen kann es zu Überschneidungen kommen,
jedoch nur im jeweils guten oder mangelhaften Bereich. Indikatoren für
(eher) positive Benotung sind: "immer", "in jeder Hinsicht",
"jederzeit". Formulierungen, die eher im negativen Bereich
angesiedelt sind, sind: "im Wesentlichen", "in etwa", "im Grossen
und Ganzen", "teilweise", etc.