Die Zahl der in Schicht- und Nachtarbeit Beschäftigten nimmt
stetig zu: 1999 arbeiteten 30% der Arbeitnehmer in Deutschland Nacht- oder
Schichtarbeit (davon 18% regelmäßig und 12% unregelmäßig).
Der schärfere Wettbewerb, vor allem hinsichtlich der Kundenorientierung
(Ladenöffnungszeiten), wird den Anteil der Schichtarbeit weiter
in die Höhe schnellen lassen. Die Arbeitnehmer stehen dieser Entwicklung
mit gemischten Gefühlen gegenüber.
Ein klarer Vorteil für die Arbeitnehmer ist der bessere Stundenlohn
(ca. 20% Zuschlag). Doch auch die Nachteile liegen auf der Hand: Vor allem
die Nachtarbeit entspricht weder dem biologischen noch dem sozialen
Rhythmus der meisten Beschäftigten.
Aus diesem Grund wurden in das 1994 verabschiedete
arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse integriert, um Nacht- und Schichtarbeit
gesundheitsgerechter zu gestalten. Doch die Einhaltung dieser gesetzlichen
Vorgaben bereitet bis heute Schwierigkeiten.