Durch die Arbeitszeitflexibilisierung konnten Arbeitgeber die
Arbeits- und Betriebszeiten mehr und mehr unabhängig voneinander gestalten.
Die Arbeitszeiten können durch mehr Flexibilität besser auf die
jeweilige betriebliche Situation abgestimmt werden, die wiederum von der
Auftragslage,
also letztendlich von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, abhängig
ist.
Doch auch Arbeitnehmer können durchaus von flexibleren Arbeitszeiten
profitieren. Besonders durch Arbeitszeitkonten und Jahresarbeitszeitmodelle
können die Beschäftigten ihre Arbeitszeiten besser auf einen
"privaten Rhythmus" einstellen, sofern die privaten Interessen nicht mit
den betrieblichen kollidieren.
Weitere Modelle der Arbeitszeitgestaltung
sind die Altersteilzeit und die Teilzeitarbeit. Teilzeitarbeitmodelle
werden nach wie vor hauptsächlich von Frauen genutzt, so waren 1995
circa 90% der Teilzeitbeschäftigten in Deutschland Frauen.
Als Arbeitsform mit besten Zukunftsaussichten
wird immer wieder die Telearbeit angeführt. Die häufigste
Form der Telearbeit, die auch sehr vielen Beschäftigten besonders
wünschenwert erscheint, ist die alternierende Telearbeit. Das
bedeutet, die Arbeitnehmer arbeiten mindestens einen und höchstens
vier Tage pro Woche zuhause.
In der Firma haben die Telearbeiter oft
keinen eigenen Arbeitsplatz mehr, sondern teilen Schreibtisch, Telefon
und PC mit anderen Telearbeitern. Dadurch können die Firmen/ Arbeitgeber
Einsparungen erzielen.
Doch Telearbeit birgt auch negative Aspekte
für Arbeitgeber: Oftmals gibt es Probleme hinsichtlich der Leistungserfassung
und -bewertung. Diese Probleme können jedoch durch ein effektives
Projektmanagement mit zeitlich genau abgesteckten Arbeitsschritten bewältigt werden.
Bei Arbeitnehmern ist die alternierende
Telearbeit beliebt, da sie sich ihre Arbeitszeiten flexibel einrichten
können. Normalerweise bestimmen sie selbst über ihre Arbeitszeiten
und können diese daher besser mit familiären- und privaten
Verpflichtungen kombinieren.
Weitere Formen der Telearbeit sind Telearbeit
in einem Nachbarschaftsbüro (Nachbarschaftsbüros sind
nicht Teil einer Firma, sondern werden - oft als eigene Firma - von verschiedenen
Unternehmen, Freiberuflern und Existenzgründern genutzt), Teleheimarbeit,
mobile
Telearbeit und Telearbeit in virtuellen Firmen.