Bis zu einem gewissen Grad liegt die Gestaltung des Arbeitsplatzes
in den Händen der Arbeitnehmer. Schon im Vorfeld entscheiden sie,
welches Unternehmen für sie in Frage kommt und bewerben sich entsprechend
ihrer (Wunsch) Vorstellungen.
Über geographische Lage und Grösse des Unternehmens, sowie
fachliche- und Weiterbildungsaspekte bestimmt der Arbeitnehmer also
indirekt, durch Selektion bei der Bewerbung. Kommt es zu einem Vorstellungsgespräch
sollten sich die potentiellen Arbeitnehmer auf jeden Fall ihren zukünftigen
Arbeitsplatz genau ansehen.
Hat man das passende Unternehmen gefunden, liegt die Grundeinrichtung
des Arbeitsplatzes in Händen des Arbeitgebers. Dieser muss sich bei
der Arbeitsplatzgestaltung nach einer ganzen Reihe von Gesetzen
und Verordnungen richten, die die Grundqualität der Arbeitsumgebung sichern sollen.
Der Arbeitsplatz muss hell genug: der Raum sollte gleichmäßig
ausgeleuchtet sein, es sollte ausreichend Tageslicht hereinkommen.
Bei zu starker Sonneneinstrahlung sollten Lichtschutzvorrichtungen
an den Fenstern Abhilfe schaffen. Je nach Bürogröße und
Art der verrichteten Arbeit liegen die Richtwerte zwischen 300 und
1000 Lux.
Der Arbeitnehmer soll ausreichend Raum haben und ausreichend
geräumig sein. 8 bis 10 qm ist die Mindestfläche für
einen Büroarbeitsplatz, ein kombinierter Arbeitsplatz, also Schreibtisch
und Bildschirmarbeitsplatz, sollte mindestens 12 qm gross sein.
Hierbei ist zu beachten, dass für Großraumbüros
die Mindestwerte um ca. 50% höher veranschlagt werden: hier sollte
ein kombinierter Arbeitsplatz mindestens 18 qm Fläche haben.
Es darf nicht zu laut sein: Der Lärmgrenzwert für Büroarbeit
liegt bei 55 dB. Bei Arbeit, die hohe Konzentration erfordert, sollte
der Geräuschpegel nicht 35-45 dB überschreiten. Arbeitgeber,
bzw. Mitarbeiter, die für den Kauf von Bürogeräten zuständig
sind, sollten unbedingt schon beim Kauf darauf achten, dass die Geräuschemissionswerte
stimmen.
Das Optimierungspotential der Lüftungsanlagen der meisten
Computer
ist längst noch nicht ausgeschöpft. Besonders in Großraumbüros
summiert sich der Lärm der Rechner und anderer Geräte zu einem
alles durchdringenden, vibrierenden Klangteppich, der oft erst dann wahrgenommen
wird, wenn man das Büro verlässt.
Das Raumklima muss stimmen: Für Büroarbeit wird eine
Raumtemperatur
von 21° C wird als optimal angesehen, bei hohen Außentemperaturen
sollten 26°C im Büro nicht überschritten werden. Die relative
Luftfeuchtigkeit
sollte 40% bis 60% betragen, vor allem im Winter sollten Maßnahmen
gegen die meist viel zu trockeneHeizungsluft getroffen werden.
Eine gute Alternative zu künstlichen Luftbefeuchtern, durch
deren Verwendung vermehrt Infektionen bei den Mitarbeitern auftreten können,
sind Pflanzen. Besonders geeignet sind Zimmerpflanzen, die viel
Wasser
absondern, wie zum Beispiel Zimmerlinden, Monstera delicosa, Zyperngras,
Grünlilie, Efeutute und Drachenbäume. Pflanzen
filtern
außerdem viele ungesunde Stoffe aus der Luft und setzen
Sauerstoff
frei.