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Schneller denken mit Kaffee?

Das menschliche Gehirn "verwechselt" Koffein mit Adenosin. Die Adenosinrezeptoren im Gehirn geben normalerweise hemmende Impulse weiter, wodurch die Zellen langsamer mit Sauerstoff versorgt werden, was Müdigkeit und Trägheit zur Folge hat. Koffein blockiert diese Rezeptoren, die Weichen werden weg von Entspannung, hin zu Aktivität gestellt.

Durch Koffein werden die Blutgefässe im Gehirn ein wenig erweitert, wodurch die Großhirnrinde mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Die Großhirnrinde ist der "neueste" Teil des menschlichen Gehirns: alles was das "Menschsein" ausmacht - Intellekt, Sprache, Gefühle (emotionale Intelligenz) - ist hier angesiedelt.

Man kann also behaupten, dass Kaffee die Denkgeschwindigkeit beschleunigt, die Aufmerksamkeit erhöht, das Sprachzentrum aktiviert und die Reaktionszeit verkürzt. In welchem Maße dies geschieht ist von der individuellen Konstitution und der Tagesform abhängig.

Man kann jedoch nicht behaupten, dass diese Wirkung nur mithilfe von Kaffee erreicht werden kann. Abgesehen von Tee (Teein ist übrigens mit Koffein identisch), der etwas schwächer und langsamer wirkt, bringt ein ordentlicher Morgenlauf oder sonstiger Frühsport durchaus vergleichbare Resultate.

Die anregende Wirkung des Kaffees hat ihren Höhepunkt nach 30 bis 60 Minuten erreicht und hält 4 bis 6 Stunden an. Viel hilft nicht viel: Mit zwei bis drei Tassen kann man die eigene "Funktionstüchtigkeit optimieren".

Trinkt man aber zuviel Kaffee auf einmal, erreicht man gerade das Gegenteil: die Konzentration lässt nach, das Wohlbefinden schwindet.

 

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