Sie werden kaum einen Menschen finden, der mit seiner Haut voll und
ganz zufrieden ist. Schon in frühester Jugend werden wir für
das Aussehen unserer Haut sensibilisiert. Pickel und Mitesser machen vielen
Teenagern das Leben schwer, obwohl es sich in den meisten Fällen um
vorübergehende, hormonbedingte Hautunreinheiten handelt.
Immer wieder werden wir, auch als Erwachsene, mit Hautproblemen konfrontiert.
Das ist nicht verwunderlich, denn die Haut fungiert als eine Art "Ventil"
für Körper und Psyche. Der Zustand der Haut ist von den
folgenden Faktoren abhängig:
Was können Sie tun, wenn Hautprobleme auftauchen? Bedenken Sie zunächst,
dass es sehr oft
psychische und
seelische Belastungen sind,
die sich als Hauterkrankung bemerkbar machen. Oft kommt so heraus, was
zuvor nicht ausreichend Beachtung fand oder verdrängt wurde. Machen
Sie reinen Tisch, setzen Sie sich mit inneren Konflikten auseinander, anstatt
davor wegzulaufen.
Die Haut ist die äußerste Begrenzung unseres Körpers,
die "Schnittstelle" zu unserer Umgebung. Äussere Belastungen
wie Umwelteinflüsse werden nicht zuletzt über die Haut
aufgenommen. Und genau dort finden sich dann auch die Symptome wieder:
Hautrötungen, Ekzeme, etc. Bezüglich innerer Ursachen lässt
sich sagen, dass besonders Menschen, die sich entweder zu stark oder zu
wenig von ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen abgrenzen, zu Hauterkrankungen
neigen.
Wenn Sie trockene Haut haben, sollten Sie kein Gesichtswasser mit Alkohol
verwenden, da das noch mehr austrocknet. Benutzen Sie eine milde Reinigungsmilch,
die Sie mit lauwarmem Wasser abwaschen (je wärmer das Wasser ist,
umso mehr trocknet es die Haut aus). Achten Sie darauf Ihrer Haut genug
Fett und Feuchtigkeit zuzuführen.
Bei fettiger Haut empfiehlt sich die Verwendung von adstringierendem
Gesichtswasser und einer leichten Feuchtigkeitscreme morgens und abends.
Ein Dampfbad, am besten ein mal die Woche, mit Kräutern wie beispielsweise
Kamille, beugt Entzündungen vor, die durch verstopfte Talgdrüsen
entstehen können.
Zu welchen Hautproblemen auch immer Sie neigen: mit reinem Nachtkerzensamenöl
können Sie sehr viel erreichen. Der Name Nachtkerze hat seinen Ursprung
übrigens in dem "Verhalten" der Blütenkelche. Diese öffnen
sich erst am Abend, die Bestäubung erfolgt durch Nachtfalter. Das
Nachtkerzensamenöl ist reich an essentiellen ungesättigten Fettsäuren,
glättet die Haut und gibt ihr die Spannkraft zurück.
Die in Europa lange als Unkraut eingestufte Nachtkerze (Oenothera
biennis) kann bei fast allen Hautproblemen helfen. In Nordamerika wurde
sie bereits von den Ureinwohnern seit Menschengedenken eingesetzt. Sie
benutzten Nachtkerzensamen, in unterschiedlichen Kombinationen mit Kräutern
und Rinde, zur Heilung von Wunden, Hautgeschwüren und Hautkrankheiten
und als Allheilmittel.