Wir blicken zurück auf eine lange Reihe von
Skandalen
rund um Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier. Aufgrund der aktuellen
Nachrichten zu BSE, Scrapie, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Antibiotika,
Hormone und weitere Impfstoffe in der Schweineproduktion, den Dioxinen
und Salmonellen in Eiprodukten, den Schwermetallen in Fischen, 'Antibiotikum
in Naturhonig' (Spiegel), EHEC-Bakterien in der Rohmilch, etc. stehen bei
vielen Menschen Ernährungsumstellungen auf der Tagesordnung.
Betrachten wir zunächst die Stimmung in der
Bevölkerung. Laut Emnid möchten 82% der Bevölkerung,
dass sich die Landwirtschaft von der Massentierhaltung verabschieden soll.
Ergebnisse der Emnid-Umfragen für n-tv
Berlin (ots) - In der Sendung n-tv Emnid am Samstag,
27. Januar 2001, wurden u.a. die nachfolgenden Themen behandelt. Sie erhalten
die Ergebnisse der vom Emnid-Institut exklusiv für n-tv durchgeführten
Befragung
unter rund 1000 Bundesbürgern. An Hundert fehlende Prozente: diese
Befragten haben keine Angabe gemacht. Die vollständigen Umfrageergebnisse
sind im n-tv text ab Tafel 580 ff. verfügbar. Die aktuellen Themen
sind über den n-tv Emnid Fax-Service 0190/19224-9010 (1,21 DM/Min)
abrufbar.
Aktuell: BSE-Krise
Bauern sollen auf Öko-Betrieb umstellen
82 % der Deutschen fordern die Bauern auf, ihre
Landwirtschaft auf den teureren Öko-Betrieb umzustellen. Im Westen
wünschen dies 84 %, im Osten nur 74 %. Bundesweit glauben nur 14 %
aller Befragten, dass die Bauern die kostengünstigere Massentierhaltung
bevorzugen sollten (West: 12 %, Ost: 21 %).
Regierung soll Öko-Umstellung fördern
Die Bundesregierung sollte die Umstellung auf
ökologische Landwirtschaft massiv fördern und schnell vorantreiben:
das fordern 56 % der Deutschen. 42 % aller Befragten glauben hingegen,
dass man die ökologische Landwirtschaft nur behutsam fördern
und langsam vorantreiben sollte.
Deutsche würden mehr bezahlen
Ich wäre bereit, für ökologische
Produkte bis zu 25 % mehr zu bezahlen: das sagen 67 % der Deutschen. Dabei
ist die Bereitschaft im Westen mit 70 % wesentlich ausgeprägter als
im Osten, wo nur 57 % dazu bereit wären. Bundesweit lehnen 32 % höhere
Ausgaben für Öko-Produkte ab (West: 29 %, Ost: 42 %).
Öko-Fleisch wird kein Renner auf Dauer
Wenn BSE nicht mehr so aktuell ist, werden die
Deutschen beim Fleisch wieder zu ihren Ernährungsgewohnheiten zurückkehren:
das glauben 80 % aller Befragten. Nur 18 % der Deutschen gehen davon aus,
dass Öko-Fleisch sich auf Dauer durchsetzen wird.
Unsicherheit bei Milch
"Glauben Sie, dass vom BSE-Erreger auch eine Gefahr
für Milch und Milchprodukte ausgeht?", wurden die Deutschen gefragt.
Bundesweit glauben 46 % nicht an eine Gefährdung der Milch - 45 %
im Westen und 48 % im Osten des Landes. Bundesweit befürchten 41 %,
dass auch Joghurt oder Käse Risiken bergen könnten (West: 41
%, Ost: 40 %).
Berlin (ots) - In der Sendung n-tv Emnid am Freitag,
08. Dezember 2000, wurden u.a. die nachfolgenden Themen behandelt:
Aktuell: Landwirtschafts-Krise
Deutsche haben keine Angst vor BSE
67 Prozent der Bundesbürger fürchten
nicht, an BSE zu erkranken. Gleichwohl fordern nahezu alle Deutschen, dass
die Tiermehl-fütterung rigoros verboten wird: 92 Prozent der Befragten
votieren entsprechend! Das millionenfache Verbrennen von Rindern zur Vorbeugung
gegen BSE-Erkrankungen halten 68 Prozent der Bevölkerung für
übertrieben.
Bundesbürger halten zu ihren Bauern
Trotz der BSE-Gefahr haben 71 Prozent der Deutschen
das Vertrauen in die heimische Landwirtschaft nicht verloren. Zwar wirft
eine Mehrheit von 63 Prozent der Bundesbürger der Regierung beim Kampf
gegen BSE Versagen vor, doch 65 Prozent konstatieren, dass Landwirtschaftsminister
Funke deshalb nicht zurücktreten sollte. Diese Aussage wird von den
Wählern aller Parteien getragen. Die größte Unterstützung
erhält der SPD-Politiker Funke mit 75 Prozent von den PDS-Wählern.
ots Originaltext: n-tv
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