Es empfiehlt sich, einen Arzt bzw. eine Ärztin zu suchen und mit
ihm eine Vertrauensbasis aufzubauen, solange man gesund ist. Ihr erster
Ansprechspartner bei Krankheit oder Behinderung ist dann Ihr Hausarzt,
der dann am besten in der Lage ist, Ihnen auch Orientierungs- und Entscheidungshilfe
zu geben, wenn es weiterer Behandlung durch Fachärzte bzw. im
Krankenhaus bedarf.
Bereiten Sie einen Arztbesuch vor, indem Sie zu Hause Ihre Beschwerden,
deren Begleitumstände, was sie dagegen tun, die Medikamente, die Sie
nehmen und nicht zuletzt die Fragen, die Sie Ihrem Arzt gern stellen würden,
notieren. Nehmen Sie vorhandene Unterlagen über frühere
Untersuchungsergebnisse, Erkrankungen, Operationen und Impfungen
mit. Eine solche Vorbereitung ist umso wichtiger, wenn sie einen Arzt bzw.
eine Ärztin zum ersten Mal besuchen.
Beim Arzt, nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Beschwerden und Begleitumstände
deutlich darzulegen. Beim Besuch bei einem fremden Arzt, vergessen Sie
nicht zu erwähnen, ob Sie früher von jemand anderem behandelt
wurden.
Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen
sowie Ihre Gewohnheiten können einen wichtigen Anteil an der Krankheit
haben. Falls Sie Hemmnisse haben, über Ihre Privatsphäre und
Ängste zu reden, oder befürchten, dem Arzt zu viel Zeit zu nehmen,
versuchen Sie Ihre Hemmungen schrittweise abzubauen. Dabei hilft es Ihnen
vielleicht zu wissen, daß Datenschutz und ärztliche Schweigepflicht
- auch Ihrem Arbeitgeber gegenüber - gelten. Durch Ihre Angaben
unterstützen Sie Ihren Arzt bei der Diagnostik und Therapie.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt aufklären über die möglichen
Ursachen, den Verlauf, die Heilungschancen und die Nebenfolgen Ihrer Krankheit;
die Folgen und Risiken der geplanten Behandlung; die alternativen Behandlungsmethoden,
einschließlich Naturheilmethoden. Zögern Sie nicht, die Fragen,
die Sie beschäftigen, auch dem Arzt zu stellen.
Informieren Sie sich auch über die Notwendigkeit mancher
belastender Untersuchungen wie etwa Röntgen und Spiegelungen
bzw. über ihren Nutzen für die Behandlung. Wenn Sie die
ärzlichen Hinweise oder Anweisungen nicht verstehen, fragen
Sie sofort nach.
Da die Entscheidung über die Behandlung letztendlich bei Ihnen
liegt, sind die Ärzte verpflichtet, Sie gründlich zu informieren.
Sollte diese Aufklärung fehlen oder Ihnen mangelhaft erscheinen
bzw. sollten Sie kein Vertrauen mehr zu Ihrem Arzt haben, erwägen
Sie, einen anderen Arzt aufzusuchen.
Ihr Arzt ist verpflichtet, Ihre Krankenunterlagen einem weiterbehandelnden
Arzt zur Verfügung zu stellen.
Vor einer Operation ist es ratsam, die Meinung eines zweiten oder
auch dritten Arztes zur Diagnose und Behandlung einzuholen.
Siehe: