Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten.
Ob Sie kraulen oder brustschwimmen ist gar nicht so wichtig. Wählen
Sie den Stil, der Ihnen am meisten Spass macht und am leichtesten
fällt. Denken Sie daran, es geht hier nicht um Schnelligkeit, sondern
um Ausdauer und Regelmäßigkeit. Gerade am Anfang, bzw.
nach längerer (Schwimm)pause sollten sie eher gemächlich an die
Sache gehen. Tempo und Distanz können Sie mit zunehmender Übung
steigern.
Nehmen Sie sich zu Beginn eine bestimmte Distanz vor,
am besten 500 bis 1000 Meter. Wichtig ist, dass Sie die geplante Strecke
auch durchziehen, unwichtig ist, in welcher Zeit Sie das schaffen. Schwimmen
Sie ruhig langsam und machen Sie eine kleine Pause, wenn Sie nicht mehr
können.
Sie können "Ihre" Strecke auch in
Intervalle
oder Teilabschnitte einteilen, beispielsweise 100 m schnell, 100 m langsam
schwimmen, 100 m Brust-, 100 m Rückenschwimmen und wieder von vorne.
Bei Rückenproblemen gibt es kaum eine bessere Therapie als
die Stärkung der Rückenmuskulatur und damit einhergehende Entlastung
der Wirbelsäule durch Rückenschwimmen.
Lassen Sie sich von Freunden oder Familienmitgliedern
ruhig mal beim Schwimmen beobachten, viele Menschen schwimmen mit "Haltungsfehlern",
bzw. falschen Bewegungsabläufen. Die "Schere" ist ist besonders
weit verbreitet, d.h. beim Brustschwimmen werden die Beine nicht in einem
symmetrischen Bogen angezogen und wieder gestreckt, sondern ein Bein führt
die kreisende Bewegung nur ansatzweise aus, das andere macht den ganzen
Bogen.
Sie kommen natürlich auch mit unregelmäßigen,
asymmetrischen Arm- und Beinstössen weiter, doch dadurch werden Sie
langsamer. Außerdem wird der Körper mit der Zeit, durch die
ungleichmäßige Belastung verspannt und gerät "aus dem Lot".
Machen Sie schön lange Schwimmbewegungen: je weniger
Schwimmzüge Sie benötigen, desto besser ist Ihre Technik. Ideal
ist es, wenn Sie pro Schwimmzug etwa zwei Meter zurücklegen.
Vergessen Sie nicht regelmässig zu atmen, beim Brust- und Rückenschwimmen
alle ein bis zwei Züge, beim Kraulen alle zwei bis drei Züge.
Sehr schöne Anleitungen zum richtigen
Bewegungsablauf
bei verschiedenen Schwimmstilen (Kraulen, Brust-, Rücken- und Delfinschwimmen)
hat Boris Brandherm auf den Intenetseiten der Saarbrücker Universität
gegeben. Hier wird die Bewegung in einzelnen Schritten nachvollziehbar
gemacht, der gesamte Ablauf durch Animationen verdeutlicht: --->