Die Welt der Gefühle ist groß und in weiten Teilen
unerforscht. Einzelne wissenschaftliche Disziplinen bewegen sich bis jetzt
mehr oder weniger an der Oberfläche des Wissens des jeweiligen Fachbereichs.
Ein umfassenderes Wissen zu Gefühlen, ihren Ursachen und Folgen,
werden wir erst durch interdisziplinäre Wissenschaften wie
Psychoneuroimmunologie
(PNI) erlangen.
Ein für allemal vorbei sind die Zeiten, in denen "Gefühle"
einfach dem ""
entgegengesetzt, und als "unnötiges Beiwerk" abgetan wurden.
Die Strukturierung in vier "Grundgefühle", die Daniel Goleman
in seinem Buch "Emotioanle Intelligenz" (1995) vornahm, gewährt einen
unkomplizierten Zugang in das Universum der Gefühle.
Diese vier Grundgefühle sind mit den Grundfarben (blau, rot, gelb)
vergleichbar: Die Vielzahl aller Gefühle setzt sich letztendlich
aus unterschiedlichen Anteilen der Basisemotionen zusammen.
Die vier Grundgefühle sind:
---> Freude
---> Trauer
---> Wut
---> Angst
Auf den ersten Blick scheint Freude die einzige "positive" der
vier
zu sein. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, denn erstens gaebe
es gar keine Freude ohne die "negativen" Gefühle, zweitens schwingt
"Freude" auch in den anderen Emotionen mit.
Wenn irgendmöglich sollte man Wut, Trauer und Angst nicht unterdrücken.
Gefühle tauchen nie ohne Grund auf, doch dieser wird uns oft erst
bewusst, wenn wir sie ausleben können.
"Gefühlspaare" wie Liebe-Hass, Ekel-Lust, Freude-Leid, usw.
machen deutlich wie nahe positive und negative Aspekte verschiedener Gefühlsqualitäten
beisammen liegen.