Negative Emotionen ziehen den ganzen Menschen in Mitleidenschaft.
Besonders Aufmerksamkeit und Kreativität werden durch
sie blockiert. Man ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sich
konzentrieren zu können, geschweige denn neue Wege und Möglichkeiten
auszuprobieren.
Je genauer Sie die Ursachen für die lähmenden negativen Gefühle
eingrenzen können, umso schneller werden Sie aus dem "Tief"
herauskommen.
Wenn man erst weiß, wo der "Schuh drückt", ist die Wiederherstellung
eines positiven Gemütszustandes durch individuelle Gegenmaßnahmen
oft nur noch ein Katzensprung. Es folgt ein Beispiel für Analysemethoden
-->
*** Morgenseiten
Die Autorin Julia Cameron empfiehlt "Morgenseiten" zu schreiben.
Das heisst, gleich nach dem Aufstehen, alles "herausschreiben",
was einen beschäftigt, egal wie "albern", "irrelevant" oder "zusammenhanglos"
die Sätze erscheinen mögen.
Selektieren Sie nicht, achten Sie nicht auf "Formfehler", lassen Sie
einfach aufs Papier fließen, was Ihnen in den Sinn kommt:
Wünsche,
Verstimmungen, Ideen, etc.
So werden Sie sich selbst und was Ihnen eigentlich wichtig ist, besser
kennenlernen und entsprechend besser umsetzen können.
*** Traumanalyse
Vielen Menschen hilft es, sich genauer mit ihren Träumen
auseinanderzusetzen.
Stift und Papier ans Bett und sofort nach dem Aufwachen aufschreiben
woran man sich erinnern kann, sonst verschwinden die Träume ganz schnell
wieder unerkannt in den Tiefen des Unbewusstseins.
Wer so früh am Morgen noch nicht schreiben kann oder will, kann
die Träume auch dem Partner, Freunden oder Familienmitgliedern erzählen,
um sie "festzuhalten".
Wer glaubt nicht zu träumen, kann sich in der Regel ganz einfach
nicht erinnern. Hier hilft sich früher als gewöhnlich
wecken zu lassen und sofort anfangen aufzuschreiben.
*** "Scheuklappentechnik"
Ab und zu tauchen Probleme oder Mißstände auf, die einen
so sehr fesseln, dass man das "Tagesprogramm" nur mit Mühe oder gar
nicht schafft.
Besonders Aufgaben, die viel Konzentration erfordern, kommen
dann zu kurz, weil das Problem ständig "im Hinterkopf"
mitschwingt.
Spätestens wenn man das erkennt, ist es an der Zeit alles "auszublenden"
(Scheuklappentechnik) und sich nur mit diesem (schwerwiegenden) Problem
zu befassen.
Wenn es sein muss, "opfert" man ein Wochenende, oder nimmt sich sogar
ein, zwei Tage frei, um das Problem zu lösen und wieder einen klaren
Kopf zu bekommen.