Zu welcher Gruppe man gehört, ist einerseits von der
genetischen
Veranlagung, andererseits von
Erziehung und
Umgebung
abhängig. Diese Faktoren bringen eine sehr
unterschiedliche Reaktionsbereitschaft
mit sich.
Bei den Sympathikotonikern dominiert bei Angst- und Stresssituationen
das sympathische Nervensystem. Wichtige Körperfunktionen, wie
Herzschlag, Atmung, Kreislauf werden (extrem) aktiviert, um die
Kampfbereitschaft,
bzw. die Bereitschaft die Flucht zu ergreifen, zu unterstützen.
Die Vagotoniker neigen bei Angst zu einer Überaktivierung
des parasympathischen Nervensystems. Das führt zu einer Deaktivierung
von Herz- und Atemtätigkeit, Blutdruckabfall, Nachlassen der Muskelspannung,
Harn- oder Stuhldrang.
Wie gelähmt stehen Vagotoniker der Gefahr gegenüber, verlieren
für die Zeit des Angstschocks die Kontrolle über den eigenen
Körper. Hilflos sind sie der Gefahr ausgeliefert, zumeist sind
sie ihrer Ohnmacht bewusst, können jedoch nichts daran ändern.
Bewegungslosigkeit als Reaktion auf (Lebens)bedrohung mag "früher"
einmal sinnvoll gewesen sein. Die meisten wilden Raubtiere lassen von Opfern
ab, die sich nicht bewegen, sich totstellen.
Nun sind wilde Raubtiere in unseren Gefilden längst ausgestorben,
doch die "Lähmung" als Angstreaktion ist geblieben. Vagotoniker
sind in der Regel Menschen, die sich ihrer Umgebung wehrlos ausgeliefert
sehen. Oft werden sie von dieser auch noch in ihren Hilflosigkeitsreaktionen
bestärkt.
Vor allem Frauen sind "naturgemäß" anfälliger
für das "learned-helplessness" Syndrom (erlernte Hilflosigkeit). Bis
heute gehören Schwäche, Hilflosigkeit und
Abhängigkeit bei weiten Teilen der Bevölkerung zum Stammrepertoire
der Weiblichkeit.
Die
Bewegungslosigkeit der Vagotoniker kann weiter differenziert werden in: