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Angstreaktionen der Körpers

Bevor unser Bewusstsein irgendwelche Schritte ergreifen könnte, sind alle lebenserhaltenden Maßnahmen längst eingeleitet und zwar unabhängig davon, welche Alternative wir in einer bedrohlichen Situation "wählen".

Welche Alternativen gibt es im Ernstfall? Nicht besonders viele (wie so oft wenn's ernst wird):

  • Flucht
  • Kampf
  • Unterwerfung

Je nach dem, in welchen Ausmaß wir in einer bedrohlichen Situation Angst empfinden, macht der Körper mobil. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Produktion des Stresshormons Adrenalin.

Folgende Körperfunktionen werden durch akute Angst aktiviert (+) bzw. still gelegt (-)

  • Hormonsysteme (+)
  • Kreislauf (+)
  • Stoffwechsel (+)
  • Körpertemperatur (+)
  • Muskulatur (+)
  • Verdauungssystem (-)
  • Immunsystem (-)
  • Sexualtriebe (-)
Bei Schrecktypen nehmen Herz- und Atemtätigkeit eher ab, der Blutdruck sinkt, kurzum, das parasympathische Nervensystem wird aktiviert (das geschieht normalerweise in Ruhe- und Entspannungsphasen).

Bei Fluchttypen werden alle Funktionen, die für Flucht oder Kampf wichtig sind, aktiviert, alles andere kann erst einmal "beiseite" geschoben werden.

Dies kann, nebenbei bemerkt, zu Immunschwächen von Menschen führen, die ständig Angstsituationen ausgesetzt sind. Stress ist letzlich nichts anderes als die Angst zu versagen, nicht erfolgreich zu sein.

Wer unter Dauerstress leidet, wird viel anfälliger für Infektionskrankheiten, da das Immunsystem nicht ausreichend unterstützt wird. Sämtliche Energiereserven des Körpers werden zur Bewältigung der vermeintlichen Angstsituation abgezogen.

Es ist vor allem die Freisetzung des Nebennierenmarkhormons (Katecholamins) Adrenalin, die zu körperlichen Höchstleistungen anregen kann. Verantwortlich für diese erste Angstreaktion ist das limbische System im Gehirn.

Über den Thalamus nimmt das Gehirn den Angstreiz auf und reagiert "sofort": Der Mandelkern (Amygdala) aktiviert, neben anderen wichtigen Gehirnzentren, die Nebennierenrinde. Dort werden Adreanlin und Noradrenalin, sowie Kortisol und Kortison gebildet.

Adreanlin und Noradrenalin dienen der sofortigen Leistungssteigerung und Energiefreisetzung. Kortisol und Kortison sorgen dafür, dass der Körper sich nicht völlig verausgabt und durch länger andauernde Stresssituationen zugrunde geht.

Weiter detaillierte Erläuterungen zu den Reaktionen einzelner Organe und Systeme auf das Empfinden von Angst, finden Sie bei www.panikattacken.at/ In einem Buchauszug beschreibt Dr. Hans Morschitzky das vegetative Nervensystem und die Folgen von Angst.

 

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