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Angst im Arbeitsalltag
Die Ursachen für Angst im Arbeitsalltag sind sehr
unterschiedlich und müssen nicht notwendigerweise auf Mißständen
am Arbeitsplatz beruhen. In den meisten Fällen jedoch tun sie es.
Die Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, steht ganz oben auf
der Ursachenliste für Angst im Arbeitsalltag: Untersuchungen zufolge
leiden zwischen 40% und 68% der Arbeitnehmer unter dieser (Existenz) Angst.
Je höher die bekleidete Position und je besser die Bezahlung, umso
größer und weiter verbreitet ist die Angst in der Regel.
Forscher der Fachhochschule Köln schätzen, dass der deutschen
Wirtschaft durch Angst am Arbeitsplatz ein Schaden von über 100
Milliarden Mark pro Jahr entsteht.
Die Kosten werden verursacht durch , wochenlange Krankmeldungen, -,
Medikamenten- und Drogenmißbrauch,
und angstbedingte Fluktuation.
Ursachen für Angst und mangelndes Selbstvertrauen im Arbeitsalltag
sind:
-
Bedenken den Arbeitsplatz zu verlieren (sei es durch eigene Fehler,
sei es durch "turbulente" Situationen, in denen das Unternehmen oder die
Abteilung gerade steckt).
-
Angst Fehler zu machen, den Erwartungen nicht gerecht zu werden
-
aufgrund
-
von realer oder vermeintlicher Überforderung
-
von zu hohem Lärmpegel (besonders in Großraumbüros)
-
Angst vor Konflikten, Konfrontationen und problematischen Situationen
-
Angst vor Neuem: Angst ist der größte Bremsklotz beim
(www.zfu.ch)
-
:
Mobbingopfer, aber auch "Täter" (oft wird gemobbt, um von eigenen
Schwächen abzulenken, eigene Ängste zu verschleiern)
-
Unwissen: wer eine Aufgabe oder Situation nicht versteht ("schwimmt")
kann leicht Angst bekommen
-
negative Denkweisen: entstehen vor allem durch Erziehungsfehler.
Wer schon als Kind darauf "geeicht" wird ("das klappt sowieso nicht")
-
Angst vor Angst. Wer Angst hat zeigt "Schwäche" und gerät
leicht in Verruf den gestellten Anforderungen nicht gewachsen zu sein
Angst, Schlafstörungen, Stress und Depressionen scheinen sich
zu regelrechten Volkskrankheiten zu entwickeln, haben in den letzten
Jahren extrem zugenommen.
Zumeist geht man davon aus, dass Schlafstörungen durch
Angstzustände entstehen. Es kann aber auch umgekehrt sein: gerade
von Menschen in führenden Positioenn wird "Einsatz" fast rund um die
Uhr erwartet, da kann es sehr schnell zu Schlafdefiziten kommen.
macht nicht nur schön, sondern hilft auch Ängste
abzubauen und den Anforderungen des Arbeitsalltags besser gerecht zu werden.
Wer unter Angst leidet, kann dies vielleicht vor seinen Mitmenschen
und Kollegen verbergen, aber nicht vor sich selbst.
Die Symptome sind zu stark, als dass man sie einfach ignorieren
könnte:
-
Nervosität, Unruhe und Konzentrationsschwäche
-
Herzklopfen, Herzrasen,
-
Schwitzen, Schweißausbrüche
-
Muskelspannungen und -verkrampfungen
-
Reizbarkeit
-
Oberbauchbeschwerden (Mageneingang, Sonnengeflecht)
-
Verdauungsbeschwerden
-
Kopfschmerzen, Migräne
-
Zittern
-
Benommenheit, Schwindelgefühle
-
allgemeines Unwohlsein
-
höhere Anfälligkeit für Infektions- und Virenkrankheiten
-
höhere Anfälligkeit für Herzkrankheiten
Angst und Stress sind miteinander verwandt, ohne Angst gäbe
es keinen Stress. Während Stress in vernünftigen Ausmaßen
sich positiv auf Motivation und Leistung auswirkt, sind ständige
Angst und mangelndes Selbstvertrauen die reinsten " Karrierekiller".
Wir leben und arbeiten in einer Leistungsgesellschaft, damit
müssen wir uns, zumindest für die nächste Zeit, abfinden.
Das bedeutet jedoch keineswegs, dass wir Angst und Angstzustände ignorieren
und vertuschen dürfen.
Erster Schritt bei der Verarbeitung von Angst ist, diese anzunehmen,
zu akzeptieren und nach den Ursachen dafür zu forschen. Angst
ist keine Schande sondern ein Warnzeichen des Körpers: wer
oft unter Angstzuständen leidet, steht oft vor dem körperlichen
Zusammenbruch, benötigt dringend Ruhe und Entspannung.
Die Ursachen für Angst- und Panikzustände kann auch rein körperlich
bedingt sein, besonders Herzkrankheiten sind mit
(www.medizinfo.de) verbunden.
Auch wenn die Ursache für die Angst "nur" psychisch bedingt ist,
sollte man schnellstmöglich zur Problembewältigung schreiten,
denn kontinuierliche Angstzustände sind schädlich für körperliche,
seelische und geistige Verfassung.
Nur wer seine Gefühle akzeptiert, kann auch sich selbst
respektieren.
Versuchen Sie so ehrlich wie möglich mit Ihren Gefühlen
umzugehen, mit sich selbst, aber auch im Umgang mit anderen.
Egal ob Mitarbeiter oder Führungskraft: NOBODY'S PERFECT,
niemand ist unfehlbar. Es mag kurzfristig einfacher erscheinen Angst
zu verdrängen und Fehler zu kaschieren, doch auf lange
Sicht wird das Dilemma dadurch nur noch größer.
Um Fehler zu vermeiden und Probleme zu lösen, muss man diese erst
einmal eingestehen, sich selbst und den Mitarbeitern. "Man wandelt nur
das, was man annimmt."
Carl Gustav Jung (1875-1961)
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