Gerade für Diabetiker besteht ein erhöhtes Risiko für Fußprobleme. Denn eine frühzeitige Zerstörung der peripheren Nervenfasern hat zur Folge, dass die
Schweißsekretion vermindert ist und die Haut somit trocken, schuppig und rissig wird. Sie kann deshalb ihre natürliche Abwehrfunktion von Infekten nicht mehr
ausreichend erfüllen. Es können Entzündungen entstehen, die nur schlecht verheilen und es kann sich bis zu einem Fußgeschwür entwickeln... Um dem vorzubeugen,
wird zu einer konsequenten täglichen Hautpflege geraten.
Reinigung
- Reinigen Sie täglich Ihre Füße
- Achten Sie darauf, dass die Wassertemperatur nicht mehr als 37 °C beträgt
- Fußbäder nie länger als 3 Minuten, denn die Haut weicht auf und wird verletzlich und rissig. Keime und Bakterien könne leichter eindringen
- Benutzen Sie milde Seifen (ph-neutral) und einen weichen Waschlappen
Bürsten und Massagehandschuhe sind ungeeignet und können die Haut zu stark aufrauhen
Entfernen von Hornhaut
- Hornhaut sollte entfernt werden, da sie auf gesundes Gewebe drückt.
- Hornhaut wird auf Dauer auch rissig und bietet so ungehinderten Einlass für Bakterien und Keime
- Benutzen Sie bitte einen Bimsstein oder sanfte Hornhautreiben wie zum Beispiel LOOM Fußfit Duo. Vermeiden Sie Geräte wie Rasierklingen,
Hornhautraspeln oder zu grobe Feilen. Die Verletzungsgefahr ist viel zu groß
- Hinweis: Hornhaut entsteht durch permanenten Druck. Ergründen Sie woher dieser Druck stammen kann. Und achten Sie darauf, dass Sie keine
drückenden Schuhe tragen
Trocknen
Nach der Reinigung bitte die Füße sorgfältig trocknen, auch zwischen den Zehen. Bleibt es dort feucht, ist es der ideale Nährboden für Fußpilz
Nagelpflege
Benutzen Sie bitte Sandpapierfeilen und feilen Sie nicht zu kurz und möglichst gerade. Verzichten Sie auf Nadelknipser o.ä. wegen der hohen Verletzungsgefahr
Pflege
Um Risse zu vermeiden, reiben Sie die Hautpartien an der Ferse oder Fußsohle mit feuchitgkeitsspendenden Produkten ein wie zum Beispiel dem neuentwickelten
Cremeschaum Curalin von The LOOM Company. In dem Produkt ist Harnstoff in sinnvoller Dosierung enthalten, es zieht sofort und vollständig ein und hinterlässt
keinen Fettfilm. Der feine Cremeschaum verstopft die Poren nicht und lässt die Haut atmen. In der Medizin wird Harnstoff seit ca. 50 Jahren bei Hautkrankheiten
erfolgreich genutzt. Jetzt beginnt eine wahre Renaissance des „alten“ Harnstoffs, da inzwischen viel mehr über die interessanten Wirkungen, die er vor allem in den
oberen Hautschichten auslöst, bekannt ist. Er bindet Wasser in der Haut und erhöht somit ihre Elastizität. Dadurch werden leichte Einrisse und Infektionen
verhindert, Juckreiz und zu starke Hornhautbildung vermindert. Gerade beim diabetischen Fuß sind diese Harnstoffeffekte sehr erwünscht. Wird die schlecht
durchblutete und besonders empfindliche Haut der Fußregion mit reinen Fettcremes behandelt, so stört die dünne Fettschicht den Wärme- und
Flüssigkeitsaustausch der ohnehin geschädigten Haut.