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1.1 Diabetes - was ist das eigentlich genau?
Unser Körper wandelt die Kohlenhydrate aus der Nahrung in Zucker (Glucose) um, der dann durch den Blutkreislauf zu den Körperzellen gelangt. Die Zellen
nehmen mit Hilfe des Hormons Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, den Blutzucker auf und verbrennen ihn zu Energie. Beim
Diabetes-Patienten ist dieser Stoffwechselvorgang gestört, der Zucker aus dem Blut kann nicht mehr abgebaut werden und steigt kontinuierlich an. Wörtlich
übersetzt heißt Diabetes mellitus übrigens „honigsüßer Durchfluss“, weil der erhöhte Blutzucker letztlich mit dem Harn ausgeschieden wird.
Man unterscheidet zwei Arten von Diabetes:
- Typ 1 („Jugend-Diabetes“) tritt meist im Kinder- oder Jugendalter auf: Der Körper produziert nicht ausreichend oder kein Insulin mehr, es muss also
zugeführt werden.
- Typ 2 („Alters-Diabetes") betrifft meist Patienten, die älter als 50 Jahre und übergewichtig sind. Bei ihnen ist das körpereigene Insulin nicht ausreichend
wirksam.
- Häufig genügt hier zuerst eine Therapie mit Tabletten in Kombination mit einer gezielten Diät und körperlicherer Betätigung. Jedoch sollte man auch bei
Typ-2-Diabetikern mit der Zeit eine Therapie mit Insulin in Betracht ziehen, um möglichen Spätschäden vorzubeugen.
1.2 Woran erkenne ich, ob ich Diabetes habe?
- Haben Sie oft Durst und trinken Sie sehr viel?
- Müssen Sie oft Wasserlassen?
- Fühlen Sie sich müde und schlapp?
- Juckt Ihre Haut oder ist öfter als sonst entzündet?
- Heilen Wunden schlechter?
- Haben Sie in kurzer Zeit viel Gewicht abgenommen?
Haben Sie auf die Fragen mit „Ja“ geantwortet, suchen Sie bitte einen Arzt auf und sprechen Sie mit ihm über Ihren Verdacht.
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