1.) Prüfen Sie, ob es sich für Sie rechnet, entweder eine
Kreditversicherung abzuschließen oder mit einem Factoringunternehmen
zusammen zu arbeiten (infrage kommen v.a.: Hermes Versicherung, Gotha Versicherung,
AKV Allgemeine Kreditversicherung, im Falle eines Exports greifen teilweise
auch staatliche Absicherungen)
-
Deutscher Factoring-Verband e. V.
Rheinallee 3 d, 55116 Mainz
Fon: 06131 - 2 87 70 70
Fax: 06131 - 2 87 70 99
2.) Durch qualitative
Endkontrollen in Ihrer Produktion verhindern
Sie evtl. Reklamationen, welche sich dramatisch auf die Zahlungseingänge
auswirken können.
3.) Holen Sie Bonitätsauskünfte vor Auftragsannahme
/ Kooperationsvereinbarungen und während einer langfristigen Zusammenarbeit
ein (siehe unten der Punkt: Wo erhalten Sie die benötigten Bonitätsauskünfte)
4.) Vereinbaren Sie bei langfristigen Auftragsarbeiten Teilzahlungen
nach erbrachten Teilleistungen. Legt der potentielle Kunde Wert auf eine
effektive Zusammenarbeit, wird er sich einem solchen Gespräch in den
meisten Fällen nicht verschließen (abgesehen von öffentlichen
Auftraggebern; hier sind aber in den meisten Fällen plötzliche
Offenbarungseide noch sehr unwahrscheinlich)
5.) Achten Sie bei Auftragsannahme oder Kooperationsvereinbarungen
darauf, daß der Auftraggeber / Kooperationspartner auch der Gewerbetreibende,
der Haftende ist. Bei Unsicherheiten lohnt sich auf jeden Fall eine Personenauskunft
(Bsp.: Handelsregister, Creditreform). Hat beispielsweise bei einer GmbH
der Geschäftsführer der Auftragsvergabe nicht zugestimmt, fehlt
Ihnen bei einem evtl. notwendigen Mahnverfahren der Adressat - ein Mahnverfahren
kann so nicht stattfinden.
6.) Kalkulieren Sie Ihre Preisgestaltung so, daß Sie Ihren Kunden
Skonto einräumen können. Oftmals ist Skontogewährung
preiswerter als überdimensionale Zahlungsziele.
7.) Lassen Sie sich nicht durch einen Großauftrag blenden, wenn
damit die Forderung nach einem extrem langen, branchenunüblichen Zahlungsziel
verbunden ist.
8.) Kalkulieren Sie in Ihrem Arbeitsablauf das Versenden von Mahnschreiben
mit ein. Halten Sie am besten schon vorgefertigte Mahnschreiben bereit.
Firmen wie RNK oder Zweckform bieten hierzu Vorlagen an.
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