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Controlling



Controlling ist ein sehr wichtiger Aufgabenbereich des Managements, genauer gesagt des Finanzmanagements, der von vielen KMU-Betrieben noch immer vernachlässigt wird. Durch Controlling, die (ständige) Kontrolle, können Unternehmen zum Einen schneller und flexibler auf Marktveränderungen reagieren, zum Anderen erleichtert es die Planung, insbesondere die Finanzplanung, unter Berücksichtigung betriebsexterner und -interner Faktoren.

Controlling ist Kontrolle im Voraus. Jedes Unternehmen sollte sich konkrete Ziele setzen, die durch detaillierte Planung näher gerückt werden. Doch damit nicht genug: Soll- und Ist-Zustand müssen regelmässig miteinander verglichen werden, um Abweichungen rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls die Planung anzupassen, bzw. Maßnahmen ergreifen, die die erfolgreiche Unterstützung der Ziele gewährleisten können

Ist absehbar, dass ein Ziel, aus welchen Gründen auch immer, nicht erreichbar ist, muss nicht nur ein neues Ziel gesteckt werden, auch die Planung und Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels müssen der jeweiligen Situation angepasst werden. Planabweichungen sind durchaus alltäglich und sollten dem Controller nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Die Differenz zwischen "Soll" und "Ist" und ihre Ursachen müssen analysiert werden, nur dann kann die Planung immer konkreter werden.

Das Liquiditäts-Controlling ist wohl der wichtigste Bestandteil des Controlling. Es sollte nicht erst in Angriff genommen werden, wenn die Finanzkrise schon da ist, sondern kontinuierlich und mit Sorgfalt durchgeführt werden.

  • Zahlungseingänge und -ausgänge werden kontrolliert,
  • die Auftragslage für die nächsten Monate (möglichst sogar für das kommende Jahr) muss ständig beobachtet werden, damit kein teurer Leerlauf entsteht.
  • etc.

Der Controller ist also eine Art interner Unternehmensberater, der im Voraus nachrechnet. Doch nicht nur Rechnungswesen und nackte Zahlen sind für ihn von Bedeutung, auch ideele Werte, wie zum Beipiel Kundenzufriedenheit, Betriebs- und Arbeitsklima und Qualifikationsmöglichkeiten für die Mitarbeiter spielen eine grosse Rolle bei seiner Arbeit (Beurteilung).

Wenn Ihr Unternehmen zu klein ist, um einen Controller einzustellen und Sie diese Arbeit selbst übernehmen, besteht gerade zu Anfang die Gefahr vor lauter Controlling die Kunden aus den Augen zu verlieren. Controlling bedeutet mit beiden Beinen im (Unternehmer)leben zu stehen, "das Geschäft in der Hand zu haben", den Überblick zu behalten. Die Hauptaufgabe, den Verkauf von Leistungen und Produkten, kann bei gutem Controlling immer besser und effektiver geleistet werden.

Besonders für Gründer mag das Controlling wie eine bürokratische Plage anmuten. Man könnte meinen, daß nach der Erstellung des Businessplanes und all dem anderen mit der Gründung verbundenen "Papierkram" eine Zeit anbricht, in der es darum geht, die Ärmel hochzukrempeln, um sich in die Arbeit zu stürzen.

Das stimmt natürlich. Doch die Buchführung, die ständige Kontrolle über Einnahmen und Ausgaben, über die Auftrags- und Finanzierungslage, muß weitergehen. Mit der Zeit wird diese, von vielen als lästig empfundene Aufgabe, durch Routine und Verbesserungen des Arbeitsprozesses zunehmend leichter "von der Hand gehen".

Ist der Controller erst einmal auf dem aktuellen Stand der Dinge und hat die Lage "unter Kontrolle", beginnt der zweite Arbeitsschritt: die Planung der Maßnahmen zur Liquiditätsteigerung. Der Controller betreibt sozusagen Qualitätsmanagement am Finanzplan:

  • Zahlungsvereinbarungen,
  • Mahnverfahren,
  • Forderungseingänge,
  • Bonitätsprüfung der Kunden
  • und viele andere Vorgänge werden unter seiner Fittiche optimiert.

 

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