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Online-Broker
Wie in allen Branchen hat das Internet auch im Finanz- und Börsenmarkt für gehörige Umwälzungen gesorgt. Die Online-Broker sind eine ernstzunehmende Konkurrenz für die traditionellen Börsenhändler. Aber auch von den Filialbanken wandern mehr und mehr Kunden zu Online-Brokern ab, wo bessere Konditionen und grössere Flexibilität locken. Hauptgrund für die günstigeren Preise und Konditionen von Online-Brokern und Direktbanken, ist, dass keine Zweigstellen unterhalten werden müssen. Die meisten Online-Broker betreiben Call-Center. Diese stellen neben der Kommunikation via Internet die Kontaktbasis zwischen Broker und Kunde. Das Paradebeispiel für Online-Broker hierzulande ist Consors, der erste Online-Broker Deutschlands. Consors machte schon 1998 rund 118 Millionen Mark Umsatz. Das ist beeindruckend, besonders angesichts der Tatsache, dass Consors erst seit 1994 existiert und seit 1996 schwarze Zahlen geschrieben werden. Seit das Unternehmen im April 1999 an die Börse ging entwickelte sich das Wachstum noch rasanter. Im vergangenen Jahr erreichte Consors mit rund 760 Beschäftigten und rund 201 000 Kunden ein Ergebnis vor Steuern von 39,4 Millionen Mark, nach 24,5 Millionen Mark im Jahr zuvor. Der Jahresüberschuss stieg von 13,7 Millionen auf 26,5 Millionen Mark, trotz grosser Ausgaben für Marketingaktionen, Hard- und Software. Consors war auch der erste Online-Broker Deutschlands, der Intraday-Trading anbot. Grösste Konkurrenten von Consors sind derzeit comdirekt (Muttergesellschaft: Commerzbank) und die Direkt Anlage Bank (Muttergesellschaft: HypoVereinsbank). Die genannten Unternehmen sind gegenwärtig allesamt auf internationale Expansion bedacht. Consors sicherte sich bereits Marktanteile in Frankreich, der Schweiz und Spanien. Comdirekt hat in Frankreich zugekauft und hat nun England und Italien im Visier.
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